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mal angenommen...

  • Bernd Fels
  • 31. Dez. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Zur Jahreswende wünschen wir uns etwas für Braunschweigs 1.000 jähriges Jubiläum 2031.



Die Chance, Stadt und Region von innen heraus neu zu denken.


Mit BOMA+ liegt genau diese Chance auf dem Tisch.

Ehemals Horten, später Galeria Kaufhof – heute ein Ort, an dem nachhaltig mehr möglich ist als Abriss und klassischer Neubau mit mehr – zurecht - Nutzungsvielfalt.

Was wäre, wenn wir eine grobe Vision für #NewRegion / #NewBrunwick und daraus einen Masterplan für BOMA+ ableiten – welcher sich zum derzeit laufenden kooperativen Architekturwettbewerb ergänzt bzw. anschließ.t

Der nicht starr umgesetzt wird, sondern sich lernend, schrittweise und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft entwickelt? Mit dem nötigen New Speed, den Zukunft heute braucht.

Die Bilder, die wir in den Kommentaren teilen, zeigen keine fertige Vision.

Sie zeigen Etappen:

ein Stadtlabor im Erdgeschoss,

eine behutsame, kontinuierliche Weiterentwicklung des Bestands,

einen Stadtraum, der sich evolutionär und stetig verändert –

und am Ende eine Innenstadt, die wieder lebendiger Mittelpunkt der NewRegion wird.

Nicht ideologisch. Nicht radikal, aber:

mutig, konsequent zukunfts-, datenbasiert und offen für Beteiligung.

In den nachfolgenden Kommentaren gehen wir Schritt für Schritt auf die einzelnen möglichen Bauphasen ein

und erläutern, was man sieht – und was daraus entstehen kann.

Wer tiefer einsteigen möchte. Weitere Informationen folgen Anfang des Jahres auf @spaces4future.

spaces4future setzt sich für neue Denk- und Handlungsmuster in der Stadt- und Regionsentwicklung ein.

Ziel ist mehr Lebens- und Arbeitsqualität in der Zukunft – durch Realutopien, die ökonomisch tragfähig, ökologisch verantwortungsvoll und sozial wirksam sind. Ab 2026 werden wir diese Arbeit als eingetragener Verein weiter verstärken.

Im Rahmen von NewRegion – unserer Modellregion für Deutschland – sind in den vergangenen Jahren rund 50 Ideen entstanden. Hort10 – ein WorkLifeCommunityHub - war 2019 die erste davon.

Mit BOMA+, dass wir ausdrücklich begrüßen, ist nun der richtige Moment gekommen, diese Ideen erneut in den Planungsprozess einzubringen – nicht als fertige Lösungen, sondern als Erfahrungs- und Denkraum für die nächsten Schritte.

Bereits 2020 empfahl Thomas Sattelberger (ehemals MdB), Bund, Länder und Kommunen, die Potenziale von WorkLifeCommunityHubs zu prüfen. Auch zahlreiche Expertinnen und Experten – darunter Prof. Dr. Pfnür (TU Darmstadt), Stefan Muhle, ehemals Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, sowie weitere Stakeholder aus Stadt und Region – kamen ebenfalls zu positiven Äußerungen.

Vielleicht ist die Jahreswende genau der richtige Moment,

um nicht nur zurückzublicken –

sondern gemeinsam vorauszudenken.



Kommentar #1 – Der Anfang: Stadtlabor statt Stillstand


Auf diesem Bild sehen wir keinen fertigen Ort.

Wir sehen den ersten Schritt.

Menschen stehen auf dem Bohlweg, diskutieren, schauen, denken laut.

Noch draußen – aber genau hier beginnt es:

mit einem temporären #Stadtlabor im Erdgeschoss des ehemaligen Galeria Kaufhof.

Nicht, nur aber auch um über BOMA+ zu reden.

Sondern, um Stadt- und Regionsentwicklung gemeinsam zu denken: #NewRegion.

#malangenommen dieses Stadtlabor wird durch #Crowdfunding ermöglicht, ergänzt durch Fördermittel. Die ikonischen Hortenkacheln werden behutsam von der Fassade genommen, einzeln vergeben und im Inneren wieder eingesetzt, um die großräumigen Flächen temporär zu strukturieren. Bei rund 25.000 Kacheln entsteht so nicht nur Raum – sondern Beteiligung.

Noch bevor gebaut wird, zeigt sich:

👉 Trägt die Idee in der Stadtgesellschaft?

👉 Gibt es Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gehen?

Das ist kein Masterplan auf Papier.

Das ist Stadtentwicklung zum Anfassen.

👉 Wie es danach weitergeht – und was aus dem Stadtlabor wird – zeigen wir in Kommentar #2.



Kommentar #2 – Wenn aus dem Labor Umsetzung wird


Auf diesem Bild sieht man:

Der Ort hat sich verändert. Und die Stadt mit ihm.

Mehr Grün, weniger Verkehrsfläche, neue Bewegungsmuster.

Nicht, weil etwas verordnet wurde –

sondern weil Daten, Nutzung und Akzeptanz zusammengekommen sind.

Das temporäre Stadtlabor im Erdgeschoss hat sich weiterentwickelt. Aus dem Labor wird #Hort10.

Ein Ort, der nicht mehr nur ausprobiert, sondern trägt.

Heute ist Hort10:


• ein Raum für Arbeit, Lernen und Events,

• sieben Tage die Woche geöffnet,

• mit deutlich mehr Frequenz als klassische EG-Handelsnutzungen.


Hier arbeiten private, öffentliche Angestellte und Freelancer.

Hier geht es neben Erwerbs-, aber auch um Care-, Gesellschafts- und Selbstarbeit. Hier steht Lernen neuer Technologien im Vordergrund –

kuratierend begleitet von Institutionen wie z. B. der @Schule42.

Oben auf dem Dach entsteht auf 1-2 neuen Etagen der nächste Schritt:


• ein Coworking für Konsortien, die z. B. große Projekte in NewRegion vorantreiben,

• ein Work Café mit kleiner Veranstaltungsfläche,

• sowie Service-Appartements für z. B. Talente, Arbeitskräfte.


Tagsüber treffen sich hier Unternehmen, Verwaltung und Initiativen, um Projekte wie #MSP38, #iBAB oder den #D_Park voranzubringen. Abends kommt die Stadtgesellschaft dazu.

Im Untergeschoss: Rechenpower.

Superrechner und Quantencomputing,

um Stadtentwicklung nicht nur zu planen,

sondern vorauszudenken.

Das Stadtlabor ist damit in seiner nächsten Evolutionsstufe angekommen: weniger Experiment – mehr Umsetzung.



Kommentar #3 – Wenn der Stadtraum mitlernt


Auf diesem Bild sehen wir:

Der Umbau endet nicht am Gebäude.

Er wirkt in den Stadtraum hinein.

Der Bohlweg und der Schlossplatz haben sich weiter verändert:

mehr Grün, weniger Fahrspuren, mehr Aufenthaltsqualität.

Autos sind nicht verschwunden –

aber sie ordnen sich neu ein.

Kopfsteinpflaster entschleunigt.

Anlieferung und Anwohnen bleiben möglich.

Wer nur durchfahren will, zahlt bspw. Maut – oder wählt eine andere Route.

Gleichzeitig entsteht neue Infrastruktur:


• ein erweitertes Fahrradparkhaus in der ehemaligen Unterführung,

• Mikromobilität als logischer Bestandteil der Innenstadt,

• eine Logistik, die Waren über Straßenbahn (siehe Bild Kommentar 2), kurze Wege und Verteilungspunkte in die Stadt bringt.


Alte Infrastrukturen werden nicht abgerissen,

sondern neu genutzt.

#Hort10 ist inzwischen ein Hotspot geworden:

Arbeit am Vormittag, Lernen am Nachmittag,

Austausch und Events am Abend – sieben Tage die Woche.

Die Innenstadt wird dadurch nicht leerer,

sondern lebendiger.

Nicht durch Verlagerung, sondern durch neue Wertschöpfung.



Kommentar #4 – Die Innenstadt als lebendiger Mittelpunkt


Auf diesem Bild sieht man den Zielzustand –

nicht als Endpunkt, sondern als funktionierenden Alltag.

Bei gutem Wetter wird der Stadtraum zum Aufenthaltsraum. Autos können zu bestimmten Zeiten nicht mehr durchfahren. Straßen füllen sich mit Menschen, Gastronomie, Begegnung.

Die Innenstadt wird situativ gesteuert:


• bei hohen Emissionen → weniger Verkehr,

• an schönen Abenden → Vorrang für Menschen,

• morgens zur Rushhour → Öffnung für Anlieferung und notwendige Fahrten.


Nicht ideologisch.

Sondern intelligent.

Die Fahrradtiefgarage übernimmt dabei mehr als Mobilität:

Sie lagert Außenmöblierung, organisiert Logistik,

ermöglicht flexible Nutzung des Stadtraums – as a service.

Waren kommen per Straßenbahn in die Stadt,

werden gebündelt und über Mikromobilität verteilt.

Schwere Logistik bleibt draußen.

Mehr Grün, bessere Luft, weniger Lärm.

Mehr Resilienz, mehr Aufenthaltsqualität.

Eine Stadt, die ruhiger wird – und dadurch produktiver.

All das hat hier seinen Ausgangspunkt gefunden:

in #Hort10 als Nukleus,

von dem aus sich Stadt und Region weitergedacht haben –

und vielen weiteren Orten in der Region.

Kein Masterplan von oben.

Sondern ein gemeinsamer Weg.

Wer mehr erfahren möchte, findet demnächst weitere Informationen bei @spaces4future. Der Anfang ist gemacht.

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